Hyaluronsäure mit Hylase auflösen - Erfahrungen

Nicht selten wird insbesondere im Bereich der Lippen zu viel Hyaluron gespritzt (im Extremfall "Schlauchbootlippen"), so daß der dringende Wunsch aufkommt, das Zuviel an Volumen möglichst bald wieder loszuwerden. Manchmal sackt auch ein Hyalurondepot nach unten ab und bildet dann an einer Stelle ein Polster, wo man es gar nicht haben will. Entsprechend geschulte Ärzte dürfen das Enzym Hyaluronidase verwenden, welches die Hyaluronsäure wieder auflösen kann. (s. Kapitel "Gesicht"). Im folgenden Blog besteht die Möglichkeit, Fragen zu dieser Methode zu stellen oder über Erfahrungen mit dieser Methode zu berichten. Gruß Dr. Lüthy 

Kommentare: 450
  • #450

    Cat (Mittwoch, 25 Januar 2023 16:37)

    Hallo,
    ich habe ziemliche Angst vor einer Hylase-Behandlung, möchte aber auch unbedingt diese blöden - wenn auch leichten - Tränensäcke, die sich durch den Filler nach knapp 2 Jahren gebildet haben, loswerden.
    Wäre eine Behandlung mit Topilase möglich/angebracht? Juverderm ist ja doch recht stark vernetzt, aber lieber würde ich zehn Mal langsam und sicher auflösen, als einmal mit Vollkatastrophe. (Tränenrinne, Juverderm Volbella, 1ml) Vielen lieben Dank :-)

  • #449

    Dr. Lüthy (zu # 448) (Montag, 23 Januar 2023 12:05)

    Hallo Nic, davon abgesehen, daß man im Bereich der Zornesfalte nicht mit Hyaluron arbeiten sollte, wird Hylase nach 8 Monaten nicht mehr so viel bringen. Diese verzögerten Schwellungen treten oft im Rahmen eines Allgemein-Infekts auf und haben mit der Aktivierung unseres Immunsystems zu tun. Sie sollten eine dermatologische Uniklinik aufsuchen oder eine große Praxis für plast. Chirurgie, evt. sollte man dort Triamcinolon spritzen, evt. reichen auch orale Antiallergika. Natürlich muss man primär einen Weichteilinfekt ausschliessen.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #448

    Dr. Lüthy (zu # 446) (Montag, 23 Januar 2023 11:59)

    Hallo Julia, sorry für die späte Antwort - vielleicht hat sich Ihr Problem ja bereits erledigt. Bei asymmetrischer Anwendung von Hylase verfälscht das noch vorhandene Hyaluron auf der Gegenseite oft die Beurteilung. Man sieht dann oft eine scheinbare Delle, die eigentlich keine ist und den unbehandelten Normalbefund darstellt. Das gesunde Gewebe regeneriert sich meist innerhalb von 1-2 Wochen. Würde aber auf jeden Fall zwei Monate abwarten, bevor ich im Bereich der Hylaseinjektion wieder mit Hyaluron auffülle.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #447

    Nic (Sonntag, 15 Januar 2023 00:47)

    Hallo!

    Ich habe mir vor 8 Monaten Hyaluron in die Nase und Zornesfalte spritzen lassen. Seit ca zwei Woche habe ich eine starke Schwellung zwischen den Augenbrauen. Der Arzt hat mir zuerst Ibuprofen verschrieben. Dies hat nichts gebracht, genauso wie die Hylase gestern. Sollte ich noch etwas abwarten und würden Sie zu einer zweiten Hylase Behandlung raten? Habe hier gelesen, daß es auch etwas zur äußerlichen Anwendung gibt. Ist das evt besser?
    Danke im voraus schon mal �

  • #446

    Julia (Freitag, 13 Januar 2023 08:52)

    Guten Tag, ich hatte aufgrund einer Asymmetrie an einer Stelle in der Oberlippe eine punktuelle Auflösung eines Hylaronsäuredepots. Jetzt ist an dieser Stelle eine kleine Delle entstanden, die man insbesondere beim Lachen sieht. Gleicht sich das durch körpereigene Hyaluronsäure wieder aus, (und wenn ja, wie lange dauert das in der Regel?) oder muss ich warten, bis sich die Depots links und rechts der Stelle mit der Zeit abgebaut haben? Vielen Dank!

  • #445

    Nina (Donnerstag, 12 Januar 2023 23:58)

    Okay vielen Dank für die Antworten! :-)
    Baut sich das Produkt denn irgendwann wieder ab, oder wie kann ich es noch irgendwie los werden? Topilase hört sich schonmal nicht schlecht an. Gibt es noch mehr Möglichkeiten?
    Liebe Grüße

  • #444

    Dr. Lüthy zu #443 (Donnerstag, 12 Januar 2023 21:42)

    Hallo Nina - würde trotzdem davon abraten, da es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass die unvernetzte Hyaluronsäure an der Verhärtung schuld ist. Gruß Dr.Lüthy

  • #443

    Nina (Donnerstag, 12 Januar 2023 20:20)

    Tatsächlich wurde das Präparat mit einer Spritze injiziert. An fünf Punkten. Ist in diesem Fall Hylase auch nicht geeignet?
    LG

  • #442

    Dr. Lüthy zu #441 (Donnerstag, 12 Januar 2023 17:10)

    Hallo Nina,
    das genannte Präparat ist aus vielen verschiedenen Wirksubstanzen zusammengemischt. Es enthält zwar auch unvernetzte Hyaluronsäure, die wurde aber in winzigen Mengen an hunderten Needling-Stellen eingebracht und ist für Hylase-Injektionen so nicht zugänglich. Man könnte allerdings einen Versuch mit dem Präparat Topilase machen, das wird äußerlich angewendet und dreimal im Abstand von je einer Woche einmassiert.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #441

    Nina (Donnerstag, 12 Januar 2023 15:56)

    Hallo,

    Ich habe eine Meso Therapie machen lassen mit dem Präparat „md compley eye contour“ unter den Augen. Viel gebracht hat es nicht wirklich und das Produkt fühlt sich auch sehr hart und komisch unter den Augen an. Meine Frage ist, ob man das Präparat mit Hylase auflösen lassen kann. (Es wurden pro Seite 0,3 ml injiziert)

    Danke schonmal und liebe Grüße

  • #440

    Dr. Lüthy zu #439 (Samstag, 07 Januar 2023 16:54)

    Hallo Jennifer, die Verfärbung kann mehrere Gründe haben:
    1. Die Haut war durch die Hyaluronsäure etwas gedehnt. Schrumpft die Haut nach Hylase etwas zusammen, erscheint die Stelle dunkler, da dann mehr Melanin pro qcm vorhanden ist.
    2. Bei vielen Menschen heilen auch kleine Verletzungen und Entzündungen stets mit einer Hyperpigmentierung ab. Meist hält diese eine Saison an, selten mehrere Jahre.
    Sollten die Symptome länger als 6 Monate anhalten, würde ich ein paar PDO-Fäden drunterlegen, dadurch wird die Haut wieder dicker und über viele Monate besser durchblutet.
    Gruß Dr.Lüthy

  • #439

    Jennifer (Freitag, 06 Januar 2023 20:22)

    Guten Abend Hr. Dr. Lüthy,

    woher kommt denn die etwas dunklere Verfärbung nach einer Hylasebehandlung? (bei mir ca 1 Monat her) Verschwindet diese wieder bzw. was kann man dagegen tun? :-( Die Haut ist auch dünner an der Stelle.

    Herzliche Grüße

  • #438

    Dr. Lüthy (zu # 437) (Freitag, 06 Januar 2023 15:27)

    Hallo Shanice, schon das Fieber allein würde eine Vorstellung in einer Notaufnahme rechtfertigen, und eine solch ungewöhnliche Schwellung sollte gar nicht auftreten. Wer hat denn die Hylase verabreicht, welches Präparat? Hört sich nach einer Infektion an, eine rein allergische Reaktion macht meist kein Fieber. Halt uns bitte auf dem Laufenden.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #437

    Shanice (Freitag, 06 Januar 2023 00:27)

    Lieber Dr. Lüthy,
    meine Partnerin war gestern (vor 32 stunden) bei einer Hylase Behandlung für die Oberlippe. Normalerweise soll die Schwellung um die Einstiche herum ja recht schnell abklingen. Leider wird sie immer schlimmer und mittlerweile sind sogar die Wangen extrem dick. Fieber hatte sie auch. Sie hat bisher Citirizin genommen. Ab wann müssen wir ins KH? Woran kann sowas liegen? Lieben Dank vorab!
    Viele Grüße, Shanice

  • #436

    Dr. Lüthy zu #435 (Dienstag, 27 Dezember 2022 10:41)

    Hallo Helena! Würde in Ihrem Fall nicht nochmal Hylase verwenden. Stattdessen könnte man einen beschleunigten Abbau der Hyaluronsäure erwirken, z.B. durch lokale Anwendung von HIFU oder Radiofrequenz. Die damit verbundene Steigerung von Durchblutung und Stoffwechsel sollte auch die Regeneration des eigenen Gewebes fördern. Gruß Dr.Lüthy

  • #435

    Helena (Dienstag, 27 Dezember 2022 10:17)

    Hallo Herr Dr. Lüthy,

    Ich hoffe Sie hatten ein schönes Weihnachtsfest und ein paar erholsame Tage. Ich hatte Ihnen schon einmal geschrieben. Nach mehrfacher Hylasebehandlung ist bei mir leider immernoch Filler (Teosyal 3) vorhanden. Es war offensichtlich so, dass sich das eigene unvernetzte Gewebe vermehrt abbaute und der stark vernetzte Hyaluronfiller sich leider nicht in dem Maße abgebaut hat wie erhofft. Das klingt für mich auch nachvollziehbar, das sich unvernetzte, natürliche Hyaluronsäure schneller abbaut. Kennen Sie das Phänomen? Hilft hier nur der Weg mehrere Jahre abzuwarten bis sich der Filler auf natürlichen Weg abbaut? Oder sollte ich nochmal einen Versuch mit höherer Dosierung der Hylase wagen? Was womöglich ein Risiko darstellt, dass das natürliche Gewebe noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Vielen Dank

  • #434

    Vanessa (Mittwoch, 21 Dezember 2022 10:22)

    Update: Hautklinik,Allergologie,Chirugen,HNO,Hausarzt..niemand konnte mir helfen. CT unauffällig,Zahnarzt Röntgen auch. Am ehesten eine Trigeminusneuralgie aufgrund der allergischen Reaktion und Injektionen. Falls jemand noch einen Tipp hat..gerne. Habe weiterhin Schmerzen in Stirn,Wange,Kiefer,Ohr wie ein drücken und stechen und weiter kribbeln und brennen auf der Haut im Gesicht. Letzte Anlaufstelle Neurologe.Nehme Desloratadin,habe weiter das Gefühl das Präparat ist im Gewebe

  • #433

    Vanessa (Montag, 19 Dezember 2022 12:28)

    Hallo Dr. Lüthy! Ich war notfallmäßig in der Notaufnahme und habe 250mg SDH bekommen,danach Tabletten für zu Hause. (100mg,50 dann 10 über einige Tage 10mg+cetirizin)Überweisung für die Hautklinik habe ich auch bereits. Morgen fahre ich noch einmal zur Erstbehandlerin,ich denke sie wird weiter mit Hylase auflösen wollen,wobei ich das Gefühl habe diese vertrage ich auch nicht gut. Habe die ganze Zeit Schmerzen,stechen beim bücken,Gähnen und ein Gefühl von kleinen ‚stücken‘ in den wangen. Immer wieder brennen und kribbeln,sehe verschwommen auf dem rechten auge.bin für jeden tipp dankbar. Ein anderer Chirurg mit Erfahrung sagte mir ich könnte bis zu einem Jahr noch beschwerden haben. Ich bin echt verzweifelt. Danke für die Tipps zu Bromelain und nonisaft!

  • #432

    Dr. Lüthy (zu # 431) (Freitag, 16 Dezember 2022 17:16)

    Hallo Vanessa. Das Antibiotikum hilft ja nur bei bakteriellen Infekten, ist also kein Wunder, dass sich die allergische Reaktion nicht gebessert hat. Wie hoch wurde das Cortison dosiert? Wer hat die Hylase verabreicht? Was sagt der Erstbehandler? Bitte zögern Sie nicht, die nächste dermatologische Uniklinik aufzusuchen, wenn Sie den Eindruck haben, dass der aktuell behandelnde Arzt nicht mehr weiter weiß. Nehmen Sie hochdosiert Bromelain ein (Apotheke) oder besser noch 2 x tgl. 3 Esslöffel Noni-Saft (z.B. vom Drogeriemarkt Müller). Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden. Mein Appell an alle Mitleser: Empfehlungen und Tips sind hier stets willkommen! Gruß Dr. Lüthy

  • #431

    Vanessa (Freitag, 16 Dezember 2022 16:40)

    Hallo ich brauche dringend Hilfe! Habe eine allergische Reaktion seit meiner Hyaluronunterspritzung der Tränenrinne mit ‚genyal 20‘. (25.10.22)Seitdem schon 2x aufgelöst mit hylase,immer noch gesichtsschmerzen,schwellung,flüssigkeit im gesicht. Niemand scheint mir helfen zu können,Therapie mit Antibiotikum und Kortison kaum Besserung. Weiss jemand weiter?

  • #430

    Dr. Lüthy zu #429 (Mittwoch, 14 Dezember 2022 21:54)

    Hi Carina - das sind aber viele Fragen auf einmal. Eine Antwort darauf ist schlichtweg die Tatsache, dass die sozialen Medien einzelne Katastrophen überdurchschnittlich weit verbreiten. So entsteht rasch der Eindruck, Hylase sei gefährlich. Dem ist nur zuzustimmen, wenn man Hylase im Bereich einer floriden Weichteilinfektion anwendet. Die gar nicht so seltenen verzögerten und nach wie vor ungeklärten Unverträglichkeitsreaktionen auf Hyaluronsäure machen die Sache nicht leichter. Hylase jedenfalls wirkt höchstens wenige Stunden, und körpereigenes Gewebe wird weit weniger angegriffen als z B. durch Cortison-Injektionen. Manche Hyaluronsäuren lassen sich durch Hylase kaum auflösen, z.B. Juvederm - hier kann man sich durchaus Rezidive vorstellen. Wenn man schrittweise vorgeht und mit kleinen Dosen startet kann man Hylase als sicher und wirksam beurteilen. Gruß Dr.Lüthy

  • #429

    Carina L. (Samstag, 10 Dezember 2022 09:19)

    Hallo Herr Dr. Lüthy,

    mich würde interessieren wieso die Hylase im Internet teilweise sehr in Verruf geraten ist und Menschen davon berichten, dass ihr Gesicht davon "zerstört" wurde? Ist denn dieser Effekt von Dauer? Kann die körpereigene Hyaluronsäure dadurch derart gestört werden, dass dies irreversibel ist? Kann das bei einer erhöhten Dosis passieren? Als Langzeiteffekt, sodass dies erst nach einigen Jahren ersichtlich ist / sich so entwickelt, da das Enzym noch immer wirkt? Und wenn Hylase verabreicht wurde und das Areal danach sich wieder wulstig aufpolstert, heisst das, dass noch fremde Hyaluronsäure da ist? Ich glaube körpereigene Hyaloronsäure sollte nicht wulstig sein. Danke und eine schöne Vorweihnachtszeit.

  • #428

    Dr. Lüthy zu #427 (Samstag, 26 November 2022 17:51)

    Hallo Helena, leider ist kein Präparat bekannt, welches die Regeneration des Gewebes beschleunigt. Theoretisch kann man mit hochauflösender Schnittbilddiagnostik nach Hyalurondepots suchen, aufgrund fehlender Konsequenz und mangelnder Erfahrung macht das aber vermutlich kein Radiologe. Also: Gesund leben, viel Trinken, Abwarten...Gruß Dr.Lüthy

  • #427

    Helena (Samstag, 26 November 2022 17:25)

    Lieben Dank für Ihre schnelle Antwort. Der Bereich in dem die Hylase verabreicht wurde ist jetzt ein wenig weicher und sieht "schwabbiger" aus als die anderen Areale. Kann man dagegen etwas tun? Oder den Aufbau der körpereigenen Hyaluronsäure unterstützen? Wenn ja welche Präparate würden Sie hier empfehlen? Die Erholung der körpereigenen Hyaluronsäure soll ja nur wenige Wochen dauern oder? Sofern sich tatsächlich noch Hyaluronsäurefiller in dem Bereich befinden sollte, wie könnte man diesen ggf. ausfindig machen? Es waren nie tastbare Hyalurondepots vorhanden.

  • #426

    Dr. Lüthy (zu # 425) (Freitag, 25 November 2022 15:59)

    Liebe Helena,
    Hylase führt eigentlich nicht zu einer Schwellung, sondern nur die Injektionspiekser. Nach spätestens einer Woche sollte alles reizlos sein. 300 IE Hylase Dessau ist eine sehr hohe Dosis, bei der man mit einem unerwünscht starken Rückgang auch des gesunden Gewebes rechnen müsste. Von "No Name"-Hylase rate ich ab, allerdings ist auch qualitativ sehr gute Hylase aus Spanien im Umlauf, die sogar gentechnisch hergestellt wird und sehr gut funktioniert.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #425

    Helena (Donnerstag, 24 November 2022 18:34)

    Hallo Herr Dr. Lüthy,

    nach einer missglückten Unterspritzung der Mundfalten mit Teoxane Teosyal 3 wurde mir erfolglos mehrmals punktuell eine Hylase verabreicht. Und eine andere Hylase mit 300 Einheiten. Das Ergebnis ist besser, aber es ist immernoch Filler vorhanden. Kann das sein? War das zu niedrig dosiert? Wie lange darf die Schwellung nach einer Hylase Behandlung sein? Vielen Dank für Ihren sehr informativen Blog. Alles Liebe für Sie.

  • #424

    Dr. Lüthy (zu # 423) (Sonntag, 06 November 2022 14:12)

    Hallo Heike, da liegen Sie vollkommen richtig. Im Gesicht, und dort vor allem im Bereich der Lippen, hält die Gewebeschwellung oft bis zu zwei Wochen an, teilweise auch länger. Erst wenn diese Schwellung abgeklungen ist lässt sich die Verteilung der Hyaluronsäure abtasten und macht eine gezielte Anwendung von Hylase möglich. In fast zwei Drittel der vermeintlich schiefgegangenen Fälle wird nach Abwarten der Abschwellung eine Hylase-Behandlung nicht mehr gewünscht.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #423

    Heike (Sonntag, 06 November 2022 11:02)

    Warum sollte man zwischen einer Unterspritzung und Hylase 2 Wochen vergehen lassen? Liegt das daran, dass so lange noch eine Schwellung im Gewebe ist und man daher nicht gut beurteilen kann, wo genau die Hyaluronsäure ist? Oder wirkt Hylase bei Schwellung nicht?
    Vielen Dank

  • #422

    Dr. Lüthy zu #421 (Montag, 17 Oktober 2022 09:09)

    Hallo Friederike, die meisten dieser Fragen wurden hier im Blog bereits mehrfach beantwortet. Auflösen würde ich nur optisch störende, gut tastbare Hyalurondepots. Die komplette applizierte Hyaluronsäure aufzulösen gelingt in der Regel nicht und ist auch nicht sinnvoll, da man bei nicht gut tatbaren Depots lieber den spontanen Abbau abwartet. Gesundes Gewebe regeneriert sich in der Regel innerhalb weniger Wochen. Gruß Dr.Lüthy

  • #421

    Friederike (Freitag, 07 Oktober 2022 23:01)

    Hallo,

    Ich hätte noch ein paar Fragen zur Hyaluronidase
    Kann man mit Hylase bspw. die kompletten Lippen auflösen oder bleibt immer ein Teil Hylauron in den Lippen, den man nie wegkriegt? Wie lange wirkt Hylase? Mit welchen Langzeitfolgen muss man rechnen?
    Und regeneriert sich das Gewebe, falls zu viel Hylase gespritzt wurde?
    Vielen Dank im Voraus!

  • #420

    Dr. Lüthy (zu # 419) (Montag, 26 September 2022 16:33)

    Hallo Nina,
    das hört sich alles nach einer atypischen, verzögerten Unverträglichkeitsreaktion an, vermutlich in Verbindung mit einer Lymphabflussstörung. Das Wichtigste ist, daß Sie den Namen des Präparates herausfinden und zukünftig von diesem Hersteller nichts mehr verwenden. Hylase sollte am besten der Behandler machen, er weiß in der Regel genau, wohin er das Hyaluron gespritzt hat. Würde zur Abschwellung zusätzlich Bromelain oder Noni-Saft einnehmen. Hyaluron in den Bereich der (Paus)bäckchen führt oft zur Verschlimmerung der Unterlidfalten und Verkleinerung der Augen, dort lieber 2-3x kleine Mengen Hyaluron applizieren lassen oder lieber auf BAP-Präparate (Peptidyal, Profhilo) ausweichen. Sicherheitshalber wäre die Vorstellung an einer dermatologischen (Uni)-Klinik kein Fehler. Gruß Dr.Lüthy

  • #419

    Nina (Freitag, 23 September 2022 22:00)

    Hallo,

    Ich habe mir vor 13 Jahren eine Nasolabialfalte auffüllen lassen, das wurde 3x in 5 Jahren wiederholt. (Juvederm?) Danach war die Falte nie mehr stark sichtbar.

    Vor einem Jahr, nach der Schwangerschaft und Stillzeit, wurde mir am Kinn und untere Mundwinkel, neben der Nase auf den Knochen und am Jochbein (Augen) und Wangen Restylane Volyme gespritzt.

    Nun habe ich festgestellt, dass sich neben der nasolabialfalte die bereits früher unterspritzt wurde, bis fast hoch zum Auge ein 1,5x3cm großes Ei gebildet hat. Am deutlichsten sieht man essen ich den Mund verschiebe. Es wurde eine halbe Ampulle Hylase reingespritzt, aber es hat sich kaum verbessert.
    Hinzu kommt nun, dass ich das Gefühl habe, meine Augen schwillen immer mehr an. Wenn ich grinse sind meine eigentlich großen Augen viel schmaler geworden. Es haben sich leichte knubbel über dem Jochbein gebildet und die Haut brennt unter den Augen und spannt etwas. Sollte ich abwarten oder es auflösen? Wie lange und im welchen Umfang zieht hyaluronsäure Wasser? Ich meine, das Hyaluron im Wangenbereich wurde gefächert unterspritzt. Kann man sowas überhaupt auflösen? Meine Wangen sehen wenn ich lache riesig aus und das macht die Augen ebenfalls kleiner.

    Viele Grüße

  • #418

    Dr. Lüthy (zu # 417) (Freitag, 12 August 2022 11:46)

    Hallo Emi,
    sorry für die verzögerte Antwort - Urlaubszeit. Falls das Hyaluron fachgerecht verabreicht wurde und das Ergebnis trotzdem nicht Ihren Vorstellungen entspricht besteht keine Verpflichtung seitens des Behandlers, kostenfrei mit Hylase aufzulösen. Nach 2 Tagen besteht jedoch oft noch eine Schwellung, deren Rückgang man auf jeden Fall abwarten sollte. Auflösen würde ich frühestens nach 2, lieber 4 Wochen. Wie siehts denn inzwischen aus?
    Gruß Dr. Lüthy

  • #417

    Emi (Montag, 01 August 2022 00:49)

    Guten Tag,
    ich habe mir vor 2 Tagen die Nase mit Hyaluron korrigieren lassen. Jedoch ist das Ergebnis von vorne eine Katastrophe und ich weiß nicht ob es daran liegt dass es noch so frisch ist. Wenn es sich nicht ändern würde müsste ich für die Auflösung bei dem selben Arzt zahlen oder übernimmt er dies wenn ich unzufrieden bin?

  • #416

    Sonja Moellenhoff (Dienstag, 26 Juli 2022 23:25)

    Hallöchen

    Ich habe eine Frage.... ich lasse mir seit einigen Jahren die Lippen mit Juvederm Ultra 3 aufspritzen. Jetzt ist allerdings im lf. der Zeit etwas Hyauloron der Oberlippe zu weit nach oben in die Haut gewandert. Ich habe jetzt fast 2 Jahre gewartet und es hat sich leider nicht von selbst abgebaut. Ist es möglich dieses punktuell mit Hyalase auflösen zu lassen ohne die komplette Lippe auflösen zu müssen? Mit dem Rest bin ich nämlich zufrieden.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

  • #415

    Lisa (Samstag, 23 Juli 2022 16:25)

    Hallo, wie viel Abstand muss man zwischen zwei Hylase Behandlungen lassen? Nach der ersten ist leider noch zu viel Hylaron geblieben. LG

  • #414

    Dr. Lüthy (zu # 413) (Freitag, 15 Juli 2022 11:36)

    Hallo Julica,
    Sie scheinen eine Unverträglichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe im Präparat zu haben. Bei im gesamten Gesicht auftretenden Schwellungen ohne Schwerpunkt im Bereich der behandelten Zonen könnten aber auch andere Ursachen zugrundeliegen. Lassen Sie deshalb vorsichtshalber beim Hausarzt mal sich und ihr Blut untersuchen incl. BB und Nierenwerten. Falls Ihnen das optische Ergebnis gefällt und keine Rötung/Druckschmerz im Bereich der Hyaluronsäuredepots bestehen würde ich ansonsten noch zuwarten. Zukünftig auf jeden Fall Präparate eines anderen Herstellers benutzen.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #413

    Julica (Freitag, 15 Juli 2022 11:24)

    Sehr geehrter Dr. Lüthy,
    mir wurde vor sechs Wochen 2 ml Volux in Kinn und Jawline gespritzt. Nun leide ich seitdem an ständigen wassereinlagerungen im Gesicht, welche mal für 1-2 Tage verschwinden ansonsten aber leider dauerhaft da sind und mein Gesicht total angeschwollen aussehen lassen. Gibt es eine Möglichkeit, dass sich dies legt oder muss ich mit Hylase auflösen? Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus

  • #412

    Dr. Lüthy (zu #410) (Montag, 11 Juli 2022 20:57)

    Hallo Annette,
    normalerweise sollte man nur einmal mit Hylase auflösen müssen, ggf. mehrfach in steigender Dosierung. Wenn die Schwellung verschwunden war und dann wiederkommt, wurde vermutlich körpereigene Hyaluronsäure aufgelöst. Diese regeneriert sich dann innerhalb weniger Tage bis Wochen.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #411

    Dr. Lüthy (zu #409) (Montag, 11 Juli 2022 20:53)

    Hallo Katy,
    nach 9 Monaten haben Sie bemerkenswert lange gewartet, so daß ich zu vorsichtiger Hylase raten würde. Vorher evt. noch einen Versuch mit abschwellenden Enzymen wie Noni-Saft oder Bromelain. Das mit der vorübergehend vermehrten Fältelung der Haut ist bei rasch abschwellendem Gewebe normal und erholt sich i.d.R. nach wenigen Tagen.
    Gruß Dr. Lüthy

  • #410

    Annette (Montag, 11 Juli 2022 08:33)

    wie oft kann ich generell mit Hylase an der gleichen Stelle auflösen und in welchen Abständen ?
    Ich habe leider Tränensäcke durch die Unterspritzung erhalten und schon 3 mal mit Hylase auflösen lassen.

    :-( Danke für Eure Rückmeldung !

  • #409

    Katy (Mittwoch, 22 Juni 2022 21:41)

    Sehr geehrter Dr. Lüthy,
    ich habe vor ca. 9 Monaten Hyaluron für die Tränenrinne spritzen lassen. Auf der rechten Seite hat sich eine Schwellung gebildet, die bis heute nicht weggegangen ist. Ich bin vorsichtig mit Hylase, da ich bei einer vorigen Hylase Behandung unter dem Auge eine faltigere Haut gekriegt habe. Nun ist meine Frage, was ich tun kann? Wird die Schwellung am Unterlid von selbst weggehen oder muss ich doch eine Hylase Behandlung durchführen. Vielen Dank im Vorfeld für die Beantwortung meiner Frage.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Katy

  • #408

    Dr. Lüthy zu #407 (Dienstag, 14 Juni 2022 16:45)

    Hallo Biggi, solange keine Zeichen einer eitrigen Entzündung bestehen ist das Abwarten kein Fehler. An der NL-Falte bzw. unterhalb der Augen kommt es oft zu Lymphstauungen, die es sehr erschweren, das Hyaluron zu tasten. Am besten ist es, wenn der Behandler das selbst ansieht, dieser platziert in der Regel auch die Hylase am besten. Ein-zwei Wochen abwarten lohnt sich da auf jeden Fall. Gruß Dr.Lüthy

  • #407

    Biggi (Dienstag, 14 Juni 2022 12:49)

    2 1/2 Wochen nach der Unterspritzung mit Hyaluron, habe ich jetzt direkt zw.Nase und Wange eine Erhärtung und die Schwellung geht bis über das Auge. Ich Erträge das jetzt den 5. Tag und habe leider erst in 8 Tagen einen Termin, da der Arzt der mir das gespritzt hat im Urlaub ist....habe das Gefühl, daß die Schwellung jeden Tag stärker wird, wer kann mir helfen? Weiß nicht was ich noch machen soll.

  • #406

    Dr. Lüthy zu #404 (Montag, 06 Juni 2022 22:58)

    Liebe Chiara, für die Tränenrinne empfehle ich genau wie fast alle ästhetisch arbeitende verantwortungsvolle Kollegen ausnahmslos Teoysal Redensity 2. Mit diesem Präparat hat man bei korrekter Spritztechnik die wenigsten Probleme. Trotzdem muss man in dieser sensiblen Zone gelegentlich mit anhaltenden Schwellungen und Lymphabflussstörungen rechnen. 100% nebenwirkungsfrei ist halt nur der Verzicht auf einen Eingriff.
    Gruß Dr.Lüthy

  • #405

    Dr. Lüthy zu #403 (Montag, 06 Juni 2022 22:51)

    Liebe Nori,
    exakt dasselbe Problem wurde hier im Blog bereits mehrfach ausführlich erörtert, bitte lesen Sie sich einfach die vergangenen Blogeinträge durch ( zuletzt z.B. #344 und 348) Ist sonst schade für die Patienten, die im Blog etwas bestimmtes suchen. Gruß Dr.Lüthy

  • #404

    Chiara (Sonntag, 05 Juni 2022 16:27)

    Lieber Dr. Lüthy, dieser Blog ist so toll und bitte unbedingt weiter so!
    Ich würde Sie gern fragen, ob ich meine Tränenrinne nach auflösen mit Hylase wieder auffüllen soll. Ich habe Schwellungen morgens. Nun meinte meine neue Ärztin, ich kann Restylane Eyelight versuchen und zwar ganz langsam in mehreren Terminen. Ich hatte vorher Schwellungen, es wurde das Produkt auf einmal gespritzt, bis zum Rand komplett und es musste aufgelöst werden. Riskiere ich wieder so ein schlimmes Erlebnis? Es sieht jetzt schlecht aus! Man hat aber Angst nach so einer Erfahrung.
    Schöne Grüße, leider wohne ich so weit weg!

  • #403

    Nori (Samstag, 28 Mai 2022 09:32)

    Hallo Herr Doktor lüthy
    ich hab eine Frage,
    Mir wurden meine Wangen schief und unproportional aufgefüllt. Ich fühle mich extrem unwohl und würde es gerne auflösen lassen, jedoch wieder bei der selben Person da diese am besten weiß wo sie was rein gespritzt hat. Welche Risiken bringt das auflösen mit ? Kann man zu viel auflösen und seiner haut schaden

  • #402

    Galina (Freitag, 27 Mai 2022 18:06)

    Hallo Dr. Lüthy,

    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort!

    diese Befürchtung hatte ich auch, dass das Produkt einfach falsch war. Zu der Behandlerin kann ich jetzt nicht mehr gehen, auch wenn ich verstehe, dass es - wie sie beschreiben - am Sinnvollsten wäre. Ich war bei ihr bereits zweimal nach der Behandlung und sie wollte einfach kein Problem bzw. Über Korrektur erkennen. Ich habe da einfach kein Vertrauen mehr, gerade bei so einer heiklen Behandlung wieHylase.
    Könnten Sie mir noch eventuell empfehlen, mit wie viel Einheiten und in welchem Abstand ich bei diesem Produkt und dieser Menge anfangen soll?

    Herzlichen Dank im Voraus!

  • #401

    Dr. Lüthy zu #400 (Freitag, 27 Mai 2022 15:06)

    Hallo Galina,
    Ist m.E. halt das falsche Produkt für die Tränenrinne, da würde ich nur Teoysal Redensity2 nehmen. Am besten wäre es immer, wenn der Behandler auch die Hylase spritzen würde, nur er weiss in der Regel genau, wo er/sie gespritzt hat. Würde in Ihrem Fall sicherlich Hylase versuchen. Revolax ist an sich kein schlechtes Präparat.
    Gruß Dr.Lüthy